Dienstag, 15. Mai 2012

Das Orchideenhaus von Lucinda Riley


Julia kehrt nach einem traumatischen Erlebnis in ihre Heimat Norfolk zurück, um wieder zu sich selbst zu finden. Während ihres Aufenthalts wird bei Renovierungsarbeiten am Cottage ihrer Großeltern ein Tagebuch gefunden, dass vielleicht ihrem Großvater gehörte und seine Erlebnisse in Thailand nach dem 2. Weltkrieg beschreibt. Das Tagebuch bringt Elsie, Julias Großmutter, dazu ein Familiengeheimnis zu lüften.

Die Geschichte ist in zwei Erzählsträngen aufgebaut, der Gegenwart um Julia, Kit und Elsie und die Vergangenheit mit Julias Vorfahren. Dieser Aufbau ist bei einer solchen Geschichte nicht unüblich und von der Autorin auch schön umgesetzt. Was mich beim Lesen gestört hat, waren die Einschübe aus Julias Vergangenheit, die im Präsenz geschrieben waren. Das hat mich in meinem Lesefluss ziemlich gestört. Auf der inhaltlichen Ebene finde ich Charaktere, leider sehr flach, ihr Handeln ist recht durchschaubar. Ebenso wie das Ende der Geschichte: Das große Familiengeheimnis erschließt sich dem Leser sehr schnell. Auch die teilweise etwas konstruiert wirkenden, unnatürlichen Dialoge haben mir nicht gefallen, speziell die in der Gegenwart.

Alles in Allem hat mir das Buch ganz gut gefallen. Es gibt zwar innerhalb dieses Familien-Geheimnis-Themas wesentlich bessere, spannendere Bücher, aber wer ein kurzweiliges Buch lesen möchte in dem die Landschaftlichen Vorzüge England, Südfrankreichs und Thailands beschrieben werde, wird in diesem Buch fündig.

Meine Wertung:


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen