Mittwoch, 11. Juli 2012

Die Bücherdiebin von Markus Zusak


Der Tod erzählt uns die Geschichte von Liesel, der Bücherdiebin, der Wortschüttlerin. Als er ihr das erste Mal begegnet ist sie Liesel, ein neunjähriges Mädchen, deren Bruder gerade gestorben ist. Dies ist der Tag, an dem der Tod sie zum ersten Mal bemerkt und der Tag, an dem sie ihr erstes Buch stiehlt. Ein Buch, auf das noch viele folgen werden und die sie zur Bücherdiebin machen. Liesel wird zu ihrer Pflegefamilie gebracht, in die Stadt Molchingen bei München, in eine Straße die nach dem Himmel benannt ist. Auch wenn es dort nicht immer himmlisch ist im Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus, so lebt sich Liesel doch gut ein, lernt ihre Albträume zu überwinden und ihre Pflegeeltern lieben. Ebenso wie Max, den jüdischen Faustkämpfer, der eines Tages in der Küche der Himmelstraße 33 steht. Max, mit dem sie eine tiefe Freundschaft verbindet, mit dem sie ihre Worte teilt und der ihr seine Worte schenkt. Die Bücherdiebin ist eine Geschichte über Bücher und Worte, eine Geschichte für Menschen die Worte lieben, ebenso wie Liesel Worte liebt. Der Erzählstil ist nicht nur durch den Erzähler: der Tod, sondern an sich außergewöhnlich und wunderschön. Durch diesen Erzählstil und die warmen, vielschichtigen, besonderen Charaktere wird dieses Buch ein Leseerlebnis, dass einem unter die Haut geht, kein Auge trocken lässt und einen so schnell nicht wieder verlässt.

Die Bücherdiebin ist eines der bewegendsten Bücher, die ich seit langem gelesen habe. Liesels Geschichte, wundervoll erzählt durch den Tod selbst, geht einem ans Herz. Ich habe mit ihr mitgelitten, als sie ihren Bruder verliert und zu den Hubermanns gebracht wird. Ich habe mit ihr gefühlt und mich gefreut, wie sie sich langsam eingelebt hat und von Hans das Lesen beigebracht bekommt. Wer ein bewegendes, trauriges, bittersüßes Buch sucht, dass einen in die Welt der Worte und Bücher mitnimmt, der sollte die Bücherdiebin lesen!


Kommentare:

  1. Ach, ich sollte dieses Buch wohl wirklich endlich mal lesen. Ich hatte es in der Bibliothek schon so oft in der Hand . . . Und doch immer wieder zurückgelegt.

    lG Favola

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  2. Hallo Favola,

    ich hab das Buch auch lange nicht gelesen. Erst durch die Uni bin ich für ein Seminar nochmal darauf gekommen. Ich hab es gelesen und war begeistert. Der Erzähler ist außergewöhnlich und die Geschichte und Charaktere so bittersüß. Mir hat es wirklich sehr gut gefallen.

    Liebe Grüße,
    Kankra

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    1. Hoi Kankra
      Ok, dann muss ich mir das Buch wirklich mal mit nach Hause nehmen . . .
      Übrigens kannst du sicher noch bei der Wanderbuchaktion mitmachen. Ich habe dich eben in die Liste eingefügt.

      lG Favola

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  3. Das ist eine schöne Rezi :D

    Ich bin gerade auf deinen Blog gestoßen und habe ein bisschen auf deinem Blog gestöbert und mich dazu entschlossen, regelmäßiger Leser zu werden.
    Ich würde mich sehr freuen, wenn du meinen Blog besuchen würdest und ihn, wenn er dir gefällt, regelmäßig lesen würdest und auch über Verbesserungsvorschläge.

    Hier der Link zu meinem Blog:
    http://rozasleselieblinge.blogspot.com/


    Liebe Grüße
    Chrisy

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  4. Ich hab das Buch vor längerem auch schon gelesen und fand es richtig gut. Bücher über Bücher und mit Besonderheiten mag ich eh total :-)

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    1. Da hast du recht! Bücher über Bücher sind wirklich immer was ganz besonderes. Vor allem wenn noch ein besonderer Faktor, wie in diesem Fall der Erzähler dazu kommt. =)
      Liebe Grüße,
      Sarah

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