Montag, 19. August 2013

Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück von Angelika Schwarzhuber



Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (15. April 2013)
ISBN: 978-3442380749
Preis: 9,99 €



Die 33-jährige Münchnerin Hanna Gruber steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Ein Jobangebot, das ihr 100.000 Euro verspricht könnte sie retten. Hanna hat einen außergewöhnlichen Beruf, sie such im Auftrag von ratlosen Männern Geschenke für deren Frau, Töchter, Geliebte, Mütter, … Dieser neue Auftrag mit einem Budget über 1 Million Euro bringt einige Probleme mit sich. Auch die Erbschaft, die Hanna winkt, sieht zwar auf den ersten Blick verlockend aus, aber die Bedingungen sind alles andere als leicht zu erfüllen. Wie soll sie innerhalb von 3 Monaten einen Bauern zum Heiraten finden? Aber doch muss sie es versuchen, sie will ja nicht, dass ihr Cousin Max den Hof ihrer Oma erbt.
Angelika Schwarzhubers zweiter Roman, der in Niederbayern spielt, ist am 15. April 2013 im Blanvalet Taschenbuch Verlag erschienen und umfasst 416 Seiten.


Das Buch läuft etwas schleppend an. Ich bin nicht so richtig in die Geschichte gekommen, war vielleicht auch erst nicht richtig in der Stimmung. Hanna kam mir gerade am Anfang in Bezug auf ihre Männer Wahl für die Erbschaft etwas naiv vor. Bei mir sind alle Alarmglocken angegangen und sie hat so herrlich blauäugig über alles, was an dem Kerl seltsam war, hinweggesehen. Allerdings wurde das Buch nach der Hälfte super spannend und die letzten Kapitel konnte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen. Alle losen Fäden haben sich zusammen gefügt und alle Fragen wurden beantwortet, so dass ich mir als Leser im Epilog dann sogar die eine oder andere Träne wegwischen musste.


Besonders gut hat mir die Umgebung des Romans gefallen. Das Setting in Niederbayern hat mich an meine Kindheit bei meiner Uroma in Oberbayern erinnert. Die Dialektausdrücke konnte ich gut verstehen und habe mich am Schluss über das Glossar amüsiert.
Auch Hannas Beruf als Bea von BeauCadeau fand ich sehr interessant. Manchmal würde ich mir auch wünschen jemanden zu haben, der einem die perfekten Geschenke aussucht. Es gibt doch immer mal den einen oder anderen, bei dem einem einfach nicht einfallen will, was man schenken will. Dazu dann noch die Idee mit den Verpflichtungen, die sich an die Erbschaft knüpfen machen aus diesem Roman etwas ganz besonderes. Ich finde er folgt nicht dem ausgelutschten Schema F, wie man es in so vielen Romanen für Frauen findet. Sondern erhält durch diese zwei Themen einen ganz besonderen Charakter, der der Handlung sehr viel Würze verleiht.

Der Roman sprüht geradezu vor Wortwitz und lustigen Begebenheiten. Ich musste sehr oft laut lachen. Die Charaktere sind gut beschrieben, vielschichtig und liebenswert. Vor allem der Labrador/Schäferhund Mischling Fanny ist mir ans Herz gewachsen, erinnerte sie mich doch an meinen eigenen Labradormischling Lexi. Hanna hat wurde mir mit der Zeit auch immer sympathischer. Sie ist sehr nett und menschlich. Gerade das gefällt mir an ihr, sie ist nicht perfekt und damit kann man sich als Leser doch sehr leicht und gut mit ihr identifizieren.
Es gibt einige Nebenhandlungen, die sehr gut in die Hauptgeschichte eingebunden sind und am Schluss für sehr viel Spannung sorgen.

„Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück“ ist ein super lustiger Roman, der mich in das schöne Niederbayern entführt hat. Ein ideales Buch für den Sommer oder einen verregneten Herbsttag. Wer einen Roman sucht den man einfach so weglesen kann, bei dem man lachen kann und der am Ende nochmal richtig spannend wird, dem kann ich diesen Roman empfehlen. Mir hat er sehr gut gefallen und der erste Roman „Liebesschmarrn und Erdbeerblues“ in dem es um Lene und Karl geht, werde ich mir sicher auch bald kaufen.


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