Montag, 26. August 2013

Sieben Tage ohne von Monika Peetz



Sieben Tage ohne Essen? Das klingt schon so ziemlich verrückt. Aber das dieser Vorschlag ausgerechnet von Eva kommt, die ein gutes Essen sehr zu schätzen weiß, ist dann doch nochmal seltsamer. Das denkt sich vor allem Caroline, eine der Dienstagsfrauen, die sich nun seit über 20 Jahren kennen. Doch auch sie hat ein kleines Geheimnis, dass sie während der gemeinsamen Fastenwoche lüften möchte. Das bietet genug Zündstoff für ein sehr humorvolles, interessantes Buch.

Viele kennen sicher die Dienstagsfrauen und sind gemeinsam mit ihnen nach Lourdes gepilgert. Nun, ein Jahr ist vergangen, gehen die fünf Damen wieder gemeinsam auf Reisen und zwar ins Altmühltal zum Heilfasten.

Monika Peetz legt mit „Sieben Tage ohne“ eine gelungene Fortsetzung ihrer Dienstagsfrauen hin. In der das Thema vielschichtig ist: Es geht darum das Schicksal anzunehmen und zu akzeptieren, es geht um Überwindung und Entschleunigung. Die Dienstagsfrauen versuchen sich daran, schaffen es teilweise und teilweise haben sie damit doch noch etwas Probleme.

Der Schreibstil ist wieder super flüssig, humorvoll und einfach nur toll. Dadurch läuft auch die Handlung flüssig ab. So gab es im Buch keine Längen oder uninteressanten Stellen. Ich konnte es einfach so weg lesen.

Zu den Dienstagsfrauen selbst kann ich nur sagen, dass sie sich selbst treu geblieben sind. Die Charaktere sind immer noch sehr gut gezeichnet, haben Tiefe und man kann sich gut mit ihnen und ihren Probleme identifizieren. Dabei ist es natürlich klar, dass man nicht jeden Charakter gleich mag. Auch die Fastengruppe wurde toll beschrieben. Über das besserwisserische Ehepaar konnte ich mich sehr amüsieren und gleichzeitig ärgern. Wer hat bei Gruppenreisen nicht schon solche Kuriositäten kennen gelernt.

Das Cover ist schlicht aber passend. Waren es bei „Die Dienstagsfrauen“ fünf Kuchen, stellvertretend für die fünf Damen der Runde, so sind es bei „Sieben Tage ohne“ nun fünf Heilsäfte.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Nicht jede Fortsetzung schafft es das Niveau vom ersten Teil zu halten, aber diese tut es. Band Drei „Die Dienstagsfrauen zwischen Kraut und Rüben“ ist schon auf meiner Wunschliste gelandet, erscheinen wird er im November 2013. Für alle, die „Die Dienstagsfrauen“ gelesen haben: Lest auch die Fortsetzung, es lohnt sich! Für mich eine klare Leseempfehlung!


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